engagiert + inklusiv. Freiwilliges Engagement von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen



Bürgerschaftliches Engagement bedeutet gesellschaftliche Teilhabe – besonders für ausgegrenzte Menschen, die mit Teilhabehindernissen konfrontiert sind. Menschen mit Behinderungen, beeinträchtigte Personen, und Psychiatrieerfahrene stehen immer noch am Rand. Das Projekt nimmt die Versprechen der UN-Behindertenrechtskonvention sowie unsere Grundrechte ernst und will das freiwillige Engagement als ein Lebens- und Handlungsfeld für alle etablieren. Freiwillige mit und ohne Behinderungen werden in einer auszubauen Engagement-Infrastruktur in Hamburg zusammengebracht. Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Sozialpsychiatrie und Initiativen des Bürgerengagements sollen miteinander verbunden werden. Es geht um die Erkenntnis, dass freiwilliges Engagement nicht nur ein Recht behinderter Menschen ist, sondern dass viele auch daran interessiert sind. Initiator ist der PARITÄTISCHE Hamburg, der gemeinsam mit sechs seiner Mitgliedsorganisationen aus der Sozialpsychiatrie und Behindertenhilfe dieses Projekt umsetzen will.

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Projektablauf und Höhepunkte

Zum Einstieg in das Freiwilligen-Management werden die sechs paritätischen Projektpartner in Hamburg mit den Erkenntnissen und Erfahrungen der inklusiven Freiwilligen-Zentren mittenmang in Schleswig-Holstein aus der Bundesmodellprojektphase für Freiwilligendienste 2005-2011 bekannt gemacht.

Die zentrale Herausforderung besteht darin, innerhalb der Einrichtung der Sozialpsychiatrie bzw. Behindertenhilfe eine inklusive Freiwilligen-Infrastruktur zu etablieren. Das von der Aktion Mensch geförderte Projekt ermöglicht diese Entwicklung innerhalb von drei Jahren. Projektstart war der Mai 2016. Die sechs Projektpartner durchlaufen verschiedene Phasen, in denen sie praktisch durch learning by doing die Kunst des Freiwilligen-Managements erlernen. Klientinnen und Klienten üben als Projektteilnehmende in diesem Prozess mehr und mehr die Rolle aktiver Bürgerinnen und Bürger ein und die teilnehmenden Einrichtungen öffnen sich in ganz neuer Weise zum Sozialraum mit seinen unterschiedlichen bürgergesellschaftlichen Akteuren.

Geplant und erwünscht ist der Aufbau tragfähiger Verbindungen zu den lokalen Freiwilligen- Agenturen in den fünf Bezirken Hamburgs. Die Hamburger Engagement Strategie 2020 hat als ein Handlungsfeld die Förderung behinderter und beeinträchtigter Freiwilliger ausgezeichnet, so dass hier Handlungsimpulse von mehreren Seiten eine echte Synergie ergeben könnten.

Projekthöhepunkte sind dann erreicht, wenn das Angebot Befähigung und Unterstützung bei der Aufnahme eines bürgerschaftlichen Engagements im Leistungsportfolio der sechs Projektpartner regelhaft verankert werden kann. Und: Wenn beeinträchtigte Menschen die Wichtigkeit ihrer freiwilligen Beiträge erfahren und erleben, dass sie für andere und für die Gesellschaft bedeutsam sind.

Ansprechpersonen bei den Projektpartnern des PARITÄTISCHEN Hamburg:

  • Freundeskreis Ochsenzoll: Tatjana Leipersberger
  • Gemeindepsychiatrisches Zentrum Eimsbüttel: Hans-Jürgen Nötzel
  • Insel e.V.: Katrin Lilienthal
  • Nordlicht e.V.: Kaja Meiser
  • Nußknacker e.V./ Via Altona: Jürgen Hueske
  • Vereinigung Integration  + Assistenz e. V. (Via e.V.): Anne Rathjen, Christine Roeder