Kongress: „Ein engagierter Blick auf Inklusion“, 23.06.2017, Berlin

Foto: Andi Weiland www.gesellschaftsbilder.de

Kreativ, pragmatisch und fröhlich: ein engagierter Blick auf Inklusion

Kongress im Rahmen des bagfa-Inklusionsprojekts in Kooperation mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

Behindertenrechtskonvention und Bundesteilhabegesetz, Konzeptarbeit und Organisationsentwicklung: Das sind wichtige Instrumente, um Inklusion voranzubringen. Denn diese muss als Strategie auch „von oben“ gesetzt werden. Doch wo bleibt der inklusive Alltag? Wie könnte es aussehen, das gute inklusive Leben, das mitreißt und begeistert? Ob aus Kunst oder Sport, aus Wissenschaft oder Medien, aus Freiwilligenagenturen oder Verbänden, aus der Behindertenhilfe oder aus der Selbstvertretung: Der Inklusionskongress bringt Menschen aus ganz verschiedenen Bereichen zusammen, um einmal anders über Inklusion nachzudenken und zu diskutieren.

Wir wollen gesellschaftliche Barrieren nicht als Hindernisse allein für Menschen mit Behinderungen sehen, sondern als etwas, das uns alle ausbremst und vom gemeinsamen Handeln abhält. Wir wollen Inklusion nicht als Thema begreifen, das sich nach Fachrichtungen getrennt diskutieren lässt, sondern als einen übergreifenden Gesellschaftsentwurf.

Und: Welche Rolle, so werden wir fragen, kann eigentlich das freiwillige Engagement für umfassende, selbstverständlich gewordene und gelebte Inklusion spielen? Kann es eine Triebfeder sein?

Die Veranstaltung findet zur Halbzeit des bagfa-Projekts „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten – Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“ statt, das bis 2019 von der Aktion Mensch Stiftung gefördert wird. Die Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. ist Kooperationspartner des Inklusionskongresses.

Programm:

11.00 Uhr: Eine neue „Behindertenbewegung“? Staatliche Rahmenbedingungen und zivilgesellschaftliches Handeln für mehr Teilhabe

Ottmar Miles-Paul, Koordinator der Kampagne für ein gutes Teilhabegesetz im Gespräch mit Dr. Angelika Magiros, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. und Henning Baden, bagfa e.V.

11.30 Uhr: Inklusionsdimensionen I

Sport: Gleichwertig, gleichberechtigt und gemeinsam – Inklusion im und durch Sport

Katja Lüke, Referentin für Inklusion im und durch Sport beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB)

Kultur: Audiodeskription und Inklusionspaten am Schauspiel Leipzig

Matthias Huber, Dramaturg Schauspiel Leipzig

12.15 Uhr: Interaktive Mittagspause

Gelegenheit zum Austausch und Materialbörse für inklusive Ideen

13.30 Uhr: Parallele Workshops: Inklusives Arbeiten – verschiedene Menschen, verschiedene Orte, verschiedene Antworten:

Workshop1: Gemeinsam besser: Die Entwicklung inklusiver Teams

Eileen Moritz, Supervisorin (DGSv) und Diversity-Trainerin (EWdV), Berlin

Workshop 2: Inklusive Sprache. Öffentlichkeitsarbeit in einer vielfältigen Gesellschaft

Elisabeth Gregull, Journalistin

Workshop 3: Barrierefrei über Stock und Stein? Inklusive Naturerlebnisse ermöglichen

Kerstin Emonds, EUROPARC Deutschland e.V.

Workshop 4: Barrierefreiheit heißt nicht nur Rampen. Teilhabebarrieren (auch) für blinde Menschen erkennen und beseitigen

Marcel Rieseler, Firma KProduktion und Judotrainer mit Sehbehinderung

Workshop 5: Kennen und Verstehen: Information, Beratung und Begleitung von Menschen mit psychischer Erkrankung im Engagement

Gerd Schulze. Dachverband Gemeindepsychiatrie e.V., Köln

Workshop 6: Viel mehr als „Hobby“! Engagementmöglichkeiten von Menschen mit Lernschwierigkeiten gestalten

Britta Marie Habenicht, Lebenshilfe Lüneburg-Harburg

14.45 Uhr: Kaffeepause

Gelegenheit zum Austausch und Materialbörse für inklusive Ideen

15.15 Uhr: Inklusionsdimensionen II

Medien: taz mit Behinderung – von der Sonderausgabe zum gelebten Alltag?

Judyta Smykowski, Leidmedien, verantwortlich für die „taz mit Behinderung“, Sozialhelden e.V.

Wissenschaft: Inklusion findet statt – auch in der Nachbarschaft: Bürgerzentrierte Zukunftsplanung mit Unterstützerkreisen

Prof. Dr. Andreas Hinz, Universität Halle-Wittenberg

16.00 Uhr: Viele Dimensionen, ein Ziel: gemeinsam zum inklusiven Leben.Talk mit den Referent/innen als Fishbowl

Moderation: Dr. Angelika Magiros, Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.

16.30 Uhr: Anstiften zur Teilhabe! Verleihung des Dr. Jürgen Rembold-Inklusionspreises

Laudatio und Preisübergabe: Verena Bentele, Beauftrage der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Moderation: Henning Baden, bagfa e.V.

ab 17.00 Uhr Empfang zum Inklusionspreis

 

Ort

Tagungsort: Berliner Stadtmission, Lehrter Str. 68, 10557 Berlin http://www.tagen-in-berlin.de/tagungsraeume

Anreise vom Hauptbahnhof: Wählen Sie den Ausgang „Europaplatz“. Überqueren Sie die zweite Kreuzung linker Hand gegenüber von Motel One. Biegen Sie dann rechts in die Lehrter Straße und folgen Sie der Ausschilderung. Der Weg hat eine Gesamtlänge von ca. 800 m und ist für Rollstuhlnutzer/innen barrierefrei. Die Parkplatzsituation vor dem Gebäude ist generell eng. Sollten Sie mit dem Auto anreisen, kontaktieren Sie uns gerne.

Uns ist es wichtig, Menschen mit und ohne Behinderungen eine Veranstaltungsteilnahme zu ermöglichen. Der Tagungsort ist für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen, barrierefrei. Wenn Sie einen Unterstützungsbedarf haben, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf – wir finden gemeinsam einen Weg, Ihre Teilnahme zu ermöglichen!

Kooperationspartner

Die Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V. ist Kooperationspartner des Inklusionskongresses.

Veranstaltungsinfos

23.06.2017 - 11:00-17:00

Anmeldeschluss: 09.06.2017

Teilnahmebeitrag

50 Euro inklusive Verpflegung

Teilnahmebeitrag für bagfa-Mitglieder

Mitglieder der bagfa: kostenfrei