Natürlich gemeinsam! Inklusive Projekte in Natur und Garten



Drei Einrichtungen, die Diakonie Himmelsthür, der Grüner Planet e.V. und die Freiwilligenagentur Wildeshausen „mischMIT!“, machen sich gemeinsam auf den Weg, um rund um das Thema Natur und Umwelt unterschiedlichste Themen für freiwilliges Engagement anzubieten. Hierbei steht das „ inklusive Miteinander“ zentral für den Einsatz von Menschen mit Assistenzbedarf im Zusammenspiel mit nichtbehinderten Teilnehmern. Zudem agieren hauptamtliche Begleiter/innen  gemeinsam mit ehrenamtlichen Akteuren. Also: „Natürlich gemeinsam!“

Mit dieser Initiative möchten wir erreichen, dass Menschen mit einer Behinderung der Zugang
zu aktivem bürgerschaftlichem Engagement ermöglicht wird und sie Seite an Seite mit nichtbehinderten Menschen ehrenamtlich „mitmischen“ können. In Verbindung mit Umwelt- und Naturthemen
findet Inklusion lebendig und unbeschwert in vielfältigen Projekten statt.

Wie können Menschen mit und ohne Assistenzbedarf von diesen Projekten profitieren? Wie
funktioniert ein biologisch-geführter Garten? Die Initiative schafft die Möglichkeit für bürgerschaftliches Engagement in allen Bevölkerungsgruppen, bewirbt dieses entsprechend und hilft somit gesellschaftliche Teilhabe auf allen Ebenen zu realisieren. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Behinderung oder anderen Merkmalen, gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben kann. Diese Philosophie soll sich in der Arbeit als Initiative wiederspiegeln.

Die Schaffung von Engagementmöglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung in Gemeinschaft
sind eins der zentralen Ziele. Ein biologisch geführter Garten ist ein Kleinst-Biotop, grundlegend werden weder Kunstdünger und noch Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt. Damit diese nicht zum Einsatz kommen (müssen), wird die Düngung mit Hilfe eines funktionierenden Kompostsystems wesentlich unterstützt. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, mit vor Ort wachsenden Materialien verschiedene
Schnelldünger bzw. Spritzbrühen gegen Schädlinge herzustellen.

Die umgebene Fauna und Flora ein wichtiger Bestandteil, wie Vögel, die überhand nehmende
Schädlinge reduzieren, sowie wild wachsende Blumen, die von Bienen, Hummeln und andere
Insekten zur Bestäubung angelockt werden, sowie die Bestäubung der Gemüsekulturen übernehmen.
Auch Wildblumen sind wichtig zur Unterstützung der Mischkultur, denn auch diese
unterstützen Gemüsekulturen beim Wachsen durch Wurzelstoff e, sowie durch ihre Bodendeckende
Eigenschaft gegen Austrocknung des wertvollen Bodens.

Zusätzlich kann man verschiedenste Unkräuter als willkommene Gemüse, Salat-Tee „Lieferanten“
entdecken, wenn diese dort wachsen dürfen. Auch sind sie ein wichtiger Bodenanzeiger in wie fern dieser feucht und Nährstoff -fruchtbar ist. Schließlich gibt es für alle Beteiligten und nicht beteiligten Personen sichtbare und erlebbare Ergebnisse z.B. das gewachsene Gemüse, verschiedene Kräuter und Obst vor Ort, frisch, pestizidfrei zu ernten und zu verkosten.- Ggf. auch in haltbar gemachter Form.

Welche Ideen die Initiative in Wildeshausen für konkrete gemeinsame Aktionen und Angebote hat, lesen Sie in der unter Materialien veröffentlichten Broschüre nach.

Foto Gallerie. Mit Tab beziehungsweise Umschalt und Tab können Sie zwischen den Fotos navigieren.

Projektablauf und Höhepunkte

Ende November 2018 wurde das Projekt „Natürlich gemeinsam“ mit dem Inklusionspreis des Landkreises Oldenburg ausgezeichnet. Ein Bericht zur Verleihung der Auszeichnung hat die Mediengruppe Kreiszeitung online veröffentlicht: www.kreiszeitung.de

Bereits Mitte April 2018 haben engagierte Wildeshausener/innen bei einer ersten gemeinsamen Aktion schon zwei Hochbeete auf dem Gartengrundstück des Vereins „Grüner Planet“ angelegt. Ein Zeitungsbericht über diese erste gelungene Aktion wurde ebenfalls online veröffentlicht: www.kreiszeitung.de

Die ersten Hochbeete in Wildeshausen sind befüllt.