Netzwerke geknüpft, Barrieren abgebaut, Ideen umgesetzt – Was folgt daraus?

Bericht zum Zukunftsgespräch im bagfa-Projekt „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten. Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“.

Im Inklusionsprojekt der bagfa gab es ganz verschiedene Veranstaltungsformate, Besuche in Freiwilligenagenturen, Publikationen, einen Inklusionspreis und vieles mehr.

Viele Freiwilligenagenturen haben Angebote des Projekts erfolgreich für sich genutzt oder waren für das bagfa-Projekt auf Grund von inklusiven Ansätzen eine Inspiration.  Am Mittwoch, dem 5. September 2018 lud das Leitungsteam des Projekts (Lisa Schönsee und Henning Baden) Kolleg/innen aus diesen Freiwilligenagenturen zum Zukunftsgespräch ein. Das Gespräch moderierte Prof. Dr. Martina Wegner (Hochschule für angewandte Wissenschaften München). Sie ist von der bagfa mit der Projektevaluation beauftragt.

Blick von der Seite auf zwei Frauen an einem Tisch.Die Teilnehmergruppe sitzt an Tischen in U-Formation.

 

 

 

 

 

 

 

 

Den Anlass für das Treffen gab der Anbruch des letzten Projektjahres, in dem die Projektevaluation und der Blick in Richtung Verstetigung einen Arbeitsschwerpunkt darstellen. Damit verbunden war das Ziel für den Tag, gemeinsam mit den Teilnehmer/innen zu reflektieren, welche Veränderungen im Selbstverständnis, in der Beratungs- und Vermittlungsarbeit sowie in der Gestaltung alter und neuer Kooperationen mit dem langfristigen Entwicklungsziel einhergehen, eine inklusive Freiwilligenagentur zu werden.

Zum Einstieg in den Tag berichteten die Teilnehmer/innen bei einem gemeinsamen Gallery Walk entlang von Steckbriefen von ihren „Initialzündungen“ mit dem Thema Inklusion, ersten Schritten und den aktuellen Entwicklungen in ihren Freiwilligenagenturen. Der Gallery Walk in Bildern:

Ein Mann steht umrundet von einer Gruppe und erzählt etwas.Zwei Frauen sitzen und zwei Frauen stehen mit ihrem Blick auf eine Wand gerichtet, auf der zwei DIN A3 Papiere kleben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss wurden verschiedene Thesen und Fragestellungen diskutiert, die in Hinblick auf Inklusion in Freiwilligenagenturen häufiger aufgestellt werden. Die Teilnehmer/innen waren gebeten, Statements wie „Inklusion ist (k)ein Projekt“ oder „Digitalisierung und Inklusion sind bei uns…“ in Bezug auf ihre realen Erfahrungen zu kommentieren. Die Themen und Ergebnisse im Überblick:

Foto einer Metaplanwand auf der verschiedene Thesen und Aussagen schriftlich festgehalten wurden.Foto einer Metaplanwand, auf der verschiedene Aussagen notiert wurden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag stand zunächst die gemeinsame Überlegung zu Umfang und Elementen eines nachhaltigen Unterstützungsangebots für Freiwilligenagenturen auf ihren inklusiven Pfaden auf dem Programm. Ausgehend von einem Blick auf die im bagfa-Projekt entwickelten Fortbildungsformate und Materialien reflektierten die Teilnehmer/innen ihren Nutzen für verschiedene Phasen der Gestaltung inklusiver Prozesse und Projekte.

Teilnehmer des Treffens sitzen an einem Tisch.Die Teilnehmergruppe sitzt an Tischen in U-Formation.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fast nahtlos ging dieser Programmpunkt in das Gespräch über „Zukunftsvisionen“ für die weitere Entwicklung der eigenen Organisation, inklusive(re) lokale Gemeinwesen und natürlich Ideen für die Rolle der bagfa im Themenfeld Inklusion und bürgerschaftliches Engagement über. Dabei wurde deutlich, dass die Beschäftigung mit Zielgruppen immer ein Thema für Freiwilligenagenturen bleiben werde. Es sei allerdings wichtig, Menschen nicht in „Schubladen“ zu stecken (Menschen mit Behinderungen, Menschen mit Migrationshintergrund, hochaltrige Menschen, etc.), sondern vielmehr zu schauen, was Menschen daran hindere, sich zu engagieren und dann gemeinsam diese Teilhabehemmnisse abzubauen.

Metaplanwand mit dem Schriftzug Visionen? Freiwilligenagenturen und Inklusion in der Mitte und Notizen darum herum.