Inklusion und Engagement gehören für mich zusammen, weil….

Warum es wichtig ist, Engagement und Inklusion zusammenzudenken? Dieser Frage stellten sich Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Auftaktveranstaltung des Inklusionsprojektes der bagfa. Die Antworten hierzu hat die bagfa in einem Video zusammengestellt:


Dass Engagement und Inklusion zusammengehören – oder gar zwei Seiten derselben Medaille darstellen, wie es Ralf Baumgarth, Leiter der Freiwilligenagentur Heidelberg, beschreibt – darin sind sich alle Befragten einig. Es gibt aber ganz unterschiedliche Aspekte, die zu dieser Sichtweise führen:

„Wichtig ist mir, dass Menschen mit und ohne Behinderung sich besser kennenlernen, um sich besser zu verstehen“ erklärt Erika Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe Möglichkeitsdenker den Wert von Inklusion im Engagement und Laura Gehlhaar vom Sozialhelden e.V. ist sich sicher: Inklusion gehört in alle Lebensbereiche – also auch ins Engagement!
Wolfram Giese, Referent beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Beiratsmitglied im bagfa-Projekt führt an, dass sowohl Inklusion als auch Engagement mit Bereicherung der Gesellschaft zu tun hätten und daher große Schnittmengen aufwiesen. Inklusion könne dabei nicht verordnet werden, beschreibt Sandra Vukovic, Leiterin Kampagnen der Aktion Mensch: Nur wenn alle in der Gesellschaft freiwillig mitmachen würden, könne Inklusion erreicht werden.
Dass eine inklusive Gesellschaft auch gleichzeitig Voraussetzung für Engagement sei, stellt Ralf Baumgart, fest, denn: „Nur in einer inklusiven Gesellschaft haben alle die Chance, mitzumachen.“
Menschen mit und ohne Behinderungen hätten zu selten Berührungspunkte, sagt Jana Schulze von der Freiwilligenagentur Magdeburg. Engagement könne dies verändern, zu selbstverständlichen Begegnungen erheblich beitragen und somit auch Vorurteile abbauen.
Den Aspekts des Engagements in Selbstvertretungsorganisationen steuert Tobias Quednau, Projektreferent im Forum inklusive Gesellschaft des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE). Dieses wertvolle Engagement habe die Debatte um inklusives Engagement mit eröffnet.
Jessica Lorenz von der Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf ist es besonders wichtig zu betonen, das Engagement die Kraft habe, scheinbar feste Rollenzuschreibungen, wer Unterstützung brauche und wer diese gebe, aufzubrechen.
Prof. Dr. Martina Wegner von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München beschreibt die Menschenwürde als treibende Kraft der Inklusion. Menschenwürde bedinge dabei vor allem die Selbstbestimmung. Diese komme im Engagement zum Ausdruck sowohl bei Menschen mit Behinderung, die sich engagieren würden als auch beim Engagement für ein Leben von Menschen mit Behinderungen in Würde. Martina Wegner begleitet und evaluiert das bagfa-Projekt.
Annett Melzer von der Freiwilligenagentur Halle-Saalkreis ist sich sicher, dass die Gesellschaft immer davon profitiere, wenn sie sich der Vielfalt im Engagement öffne.

Die bagfa unterstützt Freiwilligenagenturen auf ihrem Weg zur Inklusion. Dazu wünschen wir uns die Ideen von Menschen mit und ohne Behinderungen.  Gemeinsam schaffen wir es, dass Engagement von Menschen mit Behinderung zu etwas Selbstverständlichem werden kann.