bagfa-Fortbildung „Inklusive Freiwilligenagentur: Netzwerke knüpfen, Barrieren abbauen, Ideen umsetzen“ erstmals im neuen Format durchgeführt

Am 27. und 28. Juni 2019 fand in Kassel erstmals die bagfa-Fortbildung „Inklusive Freiwilligenagentur: Netzwerke knüpfen, Barrieren abbauen, Ideen umsetzen“ im neuen, zweitägigen Format statt.

Sieben Kolleginnen nahmen daran teil und befassten sich gemeinsam mit den Referentinnen Stephanie Krause (Geschäftsführerin der Freiwilligenzentrale Hagen und Vorsitzende der lagfa NRW) und Lisa Schönsee (Projektleiterin) u.a. mit folgenden Inhalten:

  • Barrierefreiheit in der eigenen Organisation, Beratung und Öffentlichkeitsarbeit
  •  Zusammenarbeit mit Einsatzstellen und Aufbau eines inklusiven Netzwerks
  •  Inklusive Ideen, Ansätze und Projekte an verschiedenen Standorten
  • Rollenverständnis unserer Freiwilligenagentur auf dem Weg in eine inklusive Kommune
  • Fördermöglichkeiten für die Umsetzung inklusiver Ideen. 

Die Inputs der Referentinnen zu den Themen der Fortbildung mündeten in verschiedene Fragestellungen, die im kollegialen Austausch zwischen den Teilnehmenden und den Referentinnen reflektiert und diskutiert wurden: Wie sind wir in Hinblick auf Barrierefreiheit und die Beteiligung von Menschen mit Behinderungen in unseren Angeboten und Projekten aktuell aufgestellt? Was soll bei uns vor Ort, in unseren Agenturen und zusammen mit unseren Partnern inklusives entstehen? Und was unternehmen wir als nächstes, um unsere Ziele zu erreichen?

Ein besonderes Highlight der Fortbildung: Sie fand im „freiRAUM“ des Vereins zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab e.V.) statt. Der Verein wurde 1987 von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen gegründet und bietet ein umfassendes Beratungs- und Dienstleistungsangebot für behinderte Menschen an. Darunter seit 2016 auch das Projekt „Ehrenamt für alle“, ein Projekt, das Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung auf dem Weg in ein Engagement berät, begleitet und und unterstützt und KoordinatorInnen von Einsatzstellen der Freiwilligenarbeit zu verschiedenen Themen rund um inklusives Engagement berät. Projektmitarbeiterin Kezban Kilic stellte am Abend des ersten Fortbildungstages das Projekt vor und sprach mit den Teilnehmenden über Ihre Erfahrungen in Hinblick auf Herausforderungen und gute Praxis in der Vermittlung und Begleitung von Engagierten und Einsatzstellen. 

Die zweitägige Fortbildung wurde zum Ende der Laufzeit des von der Aktion Mensch Stiftung geförderten bagfa-Modellprojekts „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten: Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“ entwickelt. In das Curriculum sind die Erfahrungen aus den drei Durchläufen der viertägigen Fortbildungsreihe Inklusion eingeflossen. In der nun erstmals erprobten Form soll die Fortbildung in das Regelangebot der bagfa aufgenommen werden und nach dem Ende der Förderung weiter angeboten werden.