Sport ohne Grenzen



Die durch die Freiwilligenagentur Jugend, Soziales, Sport e.V. in Wolfenbüttel organisierte inklusive Sport- und Gesundheitsmesse „Sport ohne Grenzen“ ging auf das Thema der sportlichen Aktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderungen ein. Die Messe schaffte Erfahrungsräume, in denen Menschen lernen, sich in ihrer Vielfalt und ihrem Tun kennen und schätzen zu lernen. Das Ziel war es, Menschen mit und ohne Behinderungen in konkreten Erlebniswelten anzusprechen und zum Austausch anzuregen.

Ein starkes Team aus Wolfenbüttel und freiwillige Helfer aus Braunschweig organisierten die inklusive Messe „Sport ohne Grenzen“ mit zwei abwechslungsreichen Veranstaltungstagen. Im Vordergrund standen die Gemeinsamkeit im sportlichen Alltag und die Vernetzung untereinander.

Eingeladen waren Sportvereine und Einrichtungen für Gesundheit und/oder Soziales, die ihre Einrichtung oder ihren Verein und ihr Anliegen präsentieren. Das Programm wurde durch nicht institutionalisierte Gruppen erweitert.

Projektablauf und Höhepunkte

Die Messe machte darauf aufmerksam, dass es zwar reichhaltige sportliche Angebote für Menschen mit und ohne Behinderungen gibt, diese aber kaum Berührungspunkte miteinander haben, obwohl es oft gleiche oder ähnliche sportlichen Angebote sind. Es wurde besonderer Wert auf den interaktiven Aspekt gelegt und so gab es viele Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden. Durch die Veranstaltung mit buntem Unterhaltungsprogramm sollten Barrieren abgebaut werden. Menschen ohne Behinderungen haben oft eine verschwommene Vorstellung von sportlichen Möglichkeiten, die auch mit einer Behinderung realisierbar sind. Menschen mit Behinderungen ist es wichtig, ihr Können auf der Veranstaltung zu zeigen und so einem breiten Publikum vorstellen zu können. Gegenseitige Anerkennung ist die Grundlage für gesellschaftliche Akzeptanz und gelebte Inklusion.

Gefördert wurde die Messe von der Aktion Mensch und unterstützt vom Landessportbund Niedersachsen e.V.. Radio Okerwelle war Medienpartner und stellte einen Moderator, der durch den Tag führte.
Die Auftaktveranstaltung fand am Sonntag, den 13. Juli 2014 im Autohaus Holzberg statt. Es beteiligten sich vielfältige Einrichtungen und informierten an ihren Ständen die Besucherinnen und Besucher über ihre Arbeit und Angebote. Mit dabei waren zum Beispiel: die Freiwilligenagentur, der Boxclub 72 Braunschweig, das Begegnungszentrum Gliesmarode, Praxis Spürbar, Praxis Sandra Beikirch, Triple C Cheerleader des 1. FFC Braunschweig, TTC Magni und TSV Rüningen (Tischtennis), Fitness Studio Workout, Event Agentur Szallies, Köki (Selbsthilfeverein für körperbehinderte Kinder in Braunschweig), DLRG, Sportfreunde Braunschweig und die Breakdancer „Diamond Style“ aus Wolfenbüttel. Auch das Maskottchen „LEO“ von Eintracht Braunschweig war anwesend.
Nach der ersten erfolgreichen Veranstaltung fand die Messe das zweite Mal eine Woche später am Sonntag, den 20. Juli 2014 bei sonnigem Wetter in der Bezirkssportanlage „Franzsches Feld“ statt. Für die Besucher/innen gab es reichlich Essen und Trinken und verschiedene Angebote. Zum Beispiel stellten Parkour Braunschweig ihr akrobatisches, sprunggewaltiges und sehenswertes Geräteturnen vor. Weiterhin gab es Hindernisfahren mit Rollern, Torwandschießen, Fahrten mit Stepperbikes und Trikke-Fahrrädern, Badminton, internationalen Tanz, Phantasiereisen, Leichtathletik/Sportabzeichen, Fitnesstraining, Gesundheits-Massage und Breakdance. Breakdancer präsentierten ihren „Wir-Song“, bei dem jeder mitgetanzt hat, egal welche Einschränkungen er oder sie hat.
An Informationsständen stellten unter anderem die internationale Tanzgruppe des AWO Ortsvereins, der Verein zur Förderung der körperlichen Fitness, die Praxis Sandra Beikirch, Uta Rusche vom MTV Salzdahlum, die Praxis Spürbar, die Badminton-Gruppe der Lebenshilfe Wolfsburg und die Diamond Style Breakdancer aus Wolfenbüttel ihre Arbeit vor. Außerdem kam der Eintracht Kids-Club mit einer Hüpfburg und ihrem Maskottchen LEO.
Insgesamt waren es zwei gelungene Veranstaltungstage, die zur Sensibilisierung für das Thema „Sport für alle“ viel beigetragen haben.