Projekt Ehrenamt der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg



Das im April 2015 gestartete Projekt Ehrenamt der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg vereint die zwei großen Themen des Freiwilligen Engagements in Behindertenhilfe-Einrichtungen: nämlich das Engagement von und das Engagement für Menschen mit Behinderungen. Somit möchte das Projekt auf der Einen Seite das ehrenamtliche Engagement von Bürger/innen aus Stadt und Landkreis Lüneburg in der Lebenshilfe fördern. Auf der anderen Seite soll das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Behinderungen (die von der Lebenshilfe unter Umständen Unterstützung erhalten) in Vereinen und Organisationen in Stadt und Landkreis Lüneburg angestoßen und ermöglicht werden. Im Projekt gibt es darum eine enge Kooperation mit der Freiwilligenagentur Lüneburg des Paritätischen.

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Projektablauf und Höhepunkte

Das Ehrenamtliche Engagement für Menschen mit Behinderungen ist in der Lebenshilfe als von Eltern gegründeter Verein schon immer wichtiger Bestandteil der Arbeit. Von daher gibt es auch jetzt schon in Angehörigenbeiräten, im Verein und bei Freizeitangeboten viele Ehrenamtliche. Mithilfe des Projektes soll die Freiwilligenkoordination gestärkt werden und eine feste Ansprechperson für das Thema zur Verfügung stehen. Der Lebenshilfe ist es dabei wichtig, dass keine hauptamtlichen Kräfte eingespart, sondern dass durch Ehrenamtliche zusätzliche Angebote und eine Stärkung des sozialen Netzes der Menschen mit Behinderungen ermöglicht werden.

Das ehrenamtliche Engagement von Menschen mit Behinderungen selbst ist ein Thema, das erst in den letzten Jahren – im Zusammenhang mit der Durchsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention – an Bedeutung gewonnen hat. Der Grundgedanke ist, auch beim Thema Ehrenamt einen Perspektivwechsel zu vollziehen. Auch Menschen, die in bestimmten Lebensbereichen auf Unterstützung angewiesen sind, können sich für andere Menschen, für Tiere oder für den Naturschutz engagieren. Mögliche Beispiele wären ein Ehrenamt mit Tieren, Vorlesen im Seniorenheim oder Tageseinsätze im Naturschutzgebiet. Als erster Schritt werden hierzu Informationsmaterialien in Leichter Sprache erstellt und Menschen mit Behinderungen und Mitarbeitende über die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements informiert.

Fotos: Peter Eichelmann (www.petereichelmann.com)