Gemeinsam engagieren – Barrieren abbauen



Gemeinsam mit dem Referat für bürgerschaftliches Engagement des Ministerium für Familien, Kinder, Jugendliche, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen hat sich Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa) in Nordrhein-Westfalen 2013 auf den Weg gemacht um das Thema „Ehrenamt und Inklusion“ in den Freiwilligenagenturen im Land zu positionieren.
Aufgehend von einer Ist- und Bedarfsanalyse wurden mit interessierten Agenturen und Partnern Wünsche und Forderungen entwickelt um Inklusion im Ehrenamt flächendeckend zu ermöglichen und zu bewerben.

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Projektablauf und Höhepunkte

Ausgehend von der Idee, dass Ehrenamt ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens ist und dass Ehrenamt somit auch ein wichtiger Faktor bei der gesellschaftlichen Teilhaben von Menschen mit Behinderungen sein kann, hat das Ministerium für Familien, Kinder, Jugendliche, Kultur und Sport des Landes NRW (MFKJKS) 2013 die lagfa NRW damit beauftragt, eine Ist- und Bedarfsanalyse zum Thema „Ehrenamt und Inklusion“ durchzuführen.

In einem ersten Schritt wurden bundesweit gute Beispiele zum Engagemgent von Menschen mit Behinderungen recherchiert, die diese Gruppe aus der passiven Empfängerrolle in die aktive Geberrolle bringen. Die Ansätze sind dabei sehr unterschiedlich: von einer eigenen, meist separaten Gruppe, die sich in einer Einrichtung engagiert, über Selbsthilfe und einigen Tandemprojekten bis hin zu einzelnen Ehrenamtlichen mit einer Beeinträchtigung die sich in eine Einrichtung integriert haben oder selbst einen Verein gegründet haben.

Gleichzeitig wurde eine Umfrage der 140 Freiwilligenagenturen in NRW durchgeführt um Erfahrungen, Wünsche und das Interesse zu dem Thema „Ehrenamt und Inklusion“ auszuloten.

Gleich drei Freiwilligenagenturen aus NRW konnten selbst mit guten Projekten aufwarten:

ANJA – ANDERS? JA! der Freiwilligenzentrale Moers
Funambulus des Freiwilligen Zentrums Mönchengladbach
PATENT – trau dich Des Freiwilligenzentrums Düren

Somit waren gute Beispiele und die zugehörigen Experten, Ulla Ostermann (Moers), Angela Mirbach (Mönchengladbach) und Ingrid Lensing (Düren) schnell gefunden. Zusammen mit 10 weiteren Freiwilligenagenturen und interessierten Partnern trafen sie sich, im Januar 2014, im Dortmunder Rathaus, zu einer ersten Kreativwerksatt –dem ersten Höhepunkt.

In der Kreativwerkstatt wurde sehr deutlich, dass ein Engagement von Menschen mit Behinderungen nicht allein durch die lokalen Freiwilligenagenturen forciert werden kann. Vielmehr müssen Netzwerke aufgebaut werden, in denen die Partner der Behindertenhilfe mit denen der Engagementförderung zusammenarbeiten.

Dabei wurden Wünsche und Forderungen formuliert um Ehrenamt im Engagement verstetigen zu können. Ein wichtiger Wunsch war ein Qualifizierungsangebot für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Freiwilligenagenturen. Zu den gewünschten Themen gehören u.a. Tipps für die  Beratungssituationen und -anforderungen, Wege aufzeigen, wie man Einrichtungen gewinnen und sensibilisieren kann und Informationen wie Barrierearmut in der eigenen Agentur gelingen kann.

Eine andere Idee war die einer landesweiten Kampagne, die guten Beispiele aufzeigt und für das Thema „Ehrenamt und Inklusion“ sensibilisiert.Diese Ideen wurden aufgegriffen und u.a. mit dem Landesbehindertenbeauftragen und in einem  Ländergespräch des Bundesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement (BBE) diskutiert. Leider wurde der nächste Projektabschnitt durch eine Haushaltssperre in NRW aufgeschoben und es konnte erst Ende 2014 weiter gehen. In der Zwischenzeit ist das Projekt der bagfa zu diesem Themenkomplex gestartet und man war sich schnell einig, dass hier nicht beide Arbeitsgemeinschaften die gleichen Aufgaben übernehmen müsse und ein Zusammendenken und eine Kooperation sowohl für die bagfa als auch für die lagfa NRW von Vorteil seien.

Der nächste Höhepunkt wird in der Woche der bürgerschaftlichen Engagements stattfinden, die für NRW unter das Motto „gemeinsam engagieren – Barrieren abbauen“ gestellt wird. Neben eine Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen zur Inklusion in und durch Ehrenamt wird es eine landesweite Kampagne geben, die das Thema in den Fokus rückt. Die Eröffnungsveranstaltung wird am 11. September in Hagen stattfinden und eingebettet sein in ein inklusives Festival.

Gefördert wird „gemeinsam engagieren – Barrieren abbauen“ vom Ministerium für Familien, Kinder, Jugendliche, Kultur und Sport des Landes NRW und dem Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW.