Aktiv für andere – Menschen mit Behinderungen in einem Ehrenamt



Die lagfa Tagung zum Thema „Inklusion“, auf der die bagfa ihr Inklusionsprojekt im Januar 2016 vorstellte und die Ergebnisse der empirischen Analyse „Aktiv für andere – Menschen mit Behinderungen in einem Ehrenamt“ der Lebenshilfe Bayern waren die Auslöser für die Freiwilligenagentur Schweinfurt, sich mit dem Thema Inklusion intensiver auseinanderzusetzen.

„Da stellen wir gemeinsam etwas auf die Beine!“ sagten sich das zur  Lebenshilfe Schweinfurt gehörendem Freizeitnetzwerk und die Freiwilligenagentur GemeinSinn – die Kooperation war geboren und startete schnell mit einem gemeinsam organisierten Fortbildungsprojekt.

Foto Gallerie. Mit Tab beziehungsweise Umschalt und Tab können Sie zwischen den Fotos navigieren.

Projektablauf und Höhepunkte

Viele Menschen mit Behinderungen hatten bislang noch keine Gelegenheit, das Thema freiwilliges Engagement kennenzulernen. Der  Informationsabend „Freiwilliges Arbeiten und Freiwilligen-Agenturen. Was ist das?“ hatte sich also auch zum Ziel gesetzt, das freiwillige Engagement selbst und seine Möglichkeiten zu erklären. Er fand am 7. Juni 2016 von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr direkt in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in Sennfeld statt – so wurden auch lange Anfahrtswege für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen vermieden.

Als Werbung und Öffentlichkeitsarbeit wurden Plakate in Wohnbereichen  und Werkstätten aufgehängt und Flyer verteilt – beides in Leichter Sprache. Des Weiteren wurde die Veranstaltung in der lokalen Presse angekündigt.

Zwei Menschen mit Behinderungen waren im Rahmen der Veranstaltung dabei und berichteten von ihrem Ehrenamt. Eine Dame unterstützt z.B. einmal im Jahr die Vesperkirche, ein Herr engagiert sich bei einem Sportverein in der Geschäftsstelle. Er fand durch das Engagement nun auch eine Arbeitsstelle.

Die Rückmeldung der Teilnehmenden war durchweg positiv: „Danke für die schönen Stunden“, „Bitte die Infoveranstaltung 2017 wiederholen!“

Nun sind Lebenshilfe und Freiwilligenagentur gespannt, wer sich von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ein freiwilliges Engagement entscheidet und den Fragebogen für Freiwillige in Leichter Sprache ausfüllt.

Die zweite Veranstaltung richtete sich an mögliche Einsatzstellen und die Behindertenbeauftragten der Gemeinden im Landkreis Schweinfurt. Hier war die Sensibilisierung für das Thema Inklusion das Ziel.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Fragen:

  • Wie kann ich Menschen mit Behinderung einsetzen?
  • Welche besonderen Maßnahmen sind notwendig?

Der Behindertenbeauftragte des Landkreises Schweinfurt unterstütze die Idee dieser Sensibilisierungsveranstaltung von Anfang an und lud dann auch selbst alle Behindertenbeauftragten und Vertreter der einzelnen Behindertenverbände ins Landratsamt ein. Aufgrund dieser Einladung wurden in zwei Gemeinden Behindertenbeauftragte ernannt. Es war ein sehr fruchtbarer Austausch  und sicher nicht der letzte dieser Art. Die Freiwilligenagentur nutze die Veranstaltung natürlich auch, um den Informationsabend „Freiwilliges Arbeiten und Freiwilligen-Agenturen. Was ist das?“ weiter zu bewerben, um noch mehr Menschen mit Behinderungen mit diesem Format zu erreichen.