Materialien der bagfa

bagfa-Leitfaden: Teilhabe möglich machen. Freiwilligenagenturen und Inklusion (Februar 2017)

Ein umfangreiches Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit der Freiwilligenagenturen mit vielen Praxisbeispielen ist mit dem Leitfaden „Teilhabe ermöglichen. Freiwilligenagenturen und Inklusion.“ im Februar 2017 zur „Projekthalbzeit“ erschien.

Wir wollen Ihnen mit diesem Leitfaden Lust auf Inklusion machen, Lust auf den Umgang mit Verschiedenheit.Wir wollen auch zeigen, dass dies nicht immer gleich tausende von Euro kosten oder auf einen Schlag sich alles verändern muss. Was wir aber auch zeigen möchten: die intensive Beschäftigung mit der eigenen Freiwilligenagentur im Hinblick auf Inklusion kann die gesamten Arbeitsabläufe für alle verbessern.

Die Kapitel des Leitfadens sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden – je nachdem, welche Veränderungsdimension Sie mit Ihrer Freiwilligenagentur als erstes angehen möchten. Da Inklusion aber kein Projekt mit einem Anfang und mit einem Ende ist, sondern Auswirkungen auf alle Arbeitsbereiche des Alltags einer Freiwilligenagentur hat, wollen wir Ihnen unsere Ideen dazu nicht vorenthalten und die unterschiedlichen Schwerpunkte der Arbeit von Freiwilligenagenturen abbilden. Die einzelnen Kapitel spiegeln den Aufbau der Schulungen im bagfa-Inklusionsprojekt „Sensibilisieren, Qualifizieren und Begleiten – Freiwilligenagenturen als inklusive Anlauf- und Netzwerkstellen für Engagement weiterentwickeln“ wider und bilden jeweils ein zentrales Aufgabenfeld von Freiwilligenagenturen ab. Nutzen Sie diesen Leitfaden als Ihren persönlichen „Inklusionsbaukasten“, der die Realitäten und Veränderungsdimensionen in Ihrer Arbeit abbildet.

Der Leitfaden der bagfa als PDF-Datei: Teilhabe möglich machen. Freiwilligenagenturen und Inklusion.

bagfa-Analyse: Lust auf Verschiedenheit – Inklusionsprozesse gestalten (April 2016)

Titel der bagfa-Analyse„Das freiwillige Engagement tut der Inklusion gut, kann es doch gelingende inklusive Prozesse dokumentieren und so auch eine gewisse Leichtigkeit in die oft verkopfte, problembeladene Debatte bringen“ – so heißt es in der bagfa-Analyse. Sie basiert auf einer Umfrage unter den Freiwilligenagenturen an der der sich  92 Freiwilligenagenturen beteiligt haben.

Im Rahmen der Analyse beschreibt die bagfa in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Martina Wegner mögliche Rollen von Freiwilligenagenturen in kommunalen Inklusionsprozessen und stellt Thesen zur Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für Inklusion generell heraus.

Die Analyse der bagfa als PDF-Datei: Lust auf Verschiedenheit

 

bagfa-Analyse: Lust auf Verschiedenheit international – freiwilliges Engagement und Inklusion (Dezember 2016)

„Lust auf Verschiedenheit international – Freiwilliges Engagement und Inklusion“ – die gemeinsam mit dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) verfasste bagfa-Analyse beschreibt inklusive Ansätze aus aller Welt und ihrem Nutzen für die Debatte um Inklusion in Deutschland.
Ein zentrales Ergebnis der Analyse: Inklusion im Engagement hat dort am meisten Fortschritte erzielt, wo staatlicherseits gesetzliche Rahmenbedingungen und gezielte Förderanreize geschaffen wurden und Inklusion eher als Lebensgefühl mit einem umfassenden gesellschaftlichen Gewinn und nicht als mühevolle Anstrengung betrachtet wird.

Die Analyse der bagfa als PDF-Datei: Lust auf Verschiedenheit international

 

Freiwilliges Engagement ist selbstbestimmte Teilhabe: Positionspapier der bagfa zum Bundesteilhabegesetz (Dezember 2016)

Positionspapier-BTHG

Inklusion muss aus Sicht der bagfa sowohl formell als Strategie „von oben“ gesetzt als auch durch viele konkrete Schritte, bei denen sich Menschen mit und ohne Behinderung begegnen und kennenlernen können „von unten“ aus der Praxis gestaltet werden. Nur so kann sie als gesamtgesellschaftliche Chance begriffen und gelebt werden.

Die Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V. zum Bundesteilhabegesetz (BTHG)kritisiert, dass es nicht gelungen ist, Finanzierung von Unterstützung im Engagement von Menschen mit Behinderungen so zu regeln, dass eine wirklich selbstbestimmte Teilhabe möglich ist. Zwar wird die grundsätzliche Bedeutung von Engagement für gesellschaftliche Teilhabe beschrieben, die für die Ausübung eventuell notwendige Assistenz aber in den Bereich der Unterstützung durch Freunde, Nachbarn und Familie gerückt.
Menschen mit Behinderungen, die sich auf der einen Seite selbstbestimmt in die Gesellschaft einbringen möchten, werden auf der anderen Seite wieder zu Bittstellern gemacht.

Freiwilliges Engagement bedeutet Praxis, Lust auf das Neue und Unbekannte und damit die Chance auf nachhaltig wirkende Einsichten und Netzwerke.
Bei der Regelung der Unterstützung von freiwilligem Engagement von Menschen mit Behinderungen im Bundesteilhabegesetz ist es leider nicht gelungen, diese Möglichkeitsräume zu öffnen: Strategie „von oben“ verhindert hier fruchtbare Praxis „von unten“.

Das Positionspapier der bagfa als PDF-Datei: Freiwilliges Engagement ist selbstbestimmte Teilhabe