Beirat

Strategisch begleitet und beraten wird das bagfa-Projekt durch einen Beirat. Ihm gehören elf Personen an, die in Wissenschaft, Verwaltung, Politik, der Selbsthilfe, in Vereinen, bei Stiftungen und bei Trägern der Wohlfahrtspflege mit dem Thema Inklusion befasst sind.

Ursula Frenz

Portraitfoto Ursula Frenz

Ursula Frenz ist Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen der Stadt Mannheim. Als solche ist sie für die Weiterentwicklung des Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zuständig, initiiert Beteiligungs- und Vernetzungsprojekte unterstützt Vereine, Organisationen und die Verwaltung fachlich.

Bis zum Sommer 2016 arbeitete Ursula Frenz als Referentin der Kommunalen Beratungsstelle Inklusion beim Städtetag Baden-Württemberg mit dem Auftrag, die Kommunen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu begleiten und zu unterstützen. Das Sozialministerium Baden-Württemberg fördert das Kompetenznetzwerk Inklusion beim Städtetag, um einen Erfahrungs- und Wissensaustausch in Netzwerktreffen zu ermöglichen. Erfahrung bringt Ursula Frenz aus verschiedenen Bereichen in das bagfa-Projekt mit ein: als langjährige Mitarbeiterin im Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Baden-Württemberg, als Leitung einer stationäre Einrichtung der Behindertenhilfe und aus dem Bildungsbereich. Inklusion wird dort umgesetzt, wo die Lebenswirklichkeit von und für Menschen mit Behinderung gestaltet wird: in den Kommunen. Die Herausforderung für die Städte besteht darin, Teilhabe und Inklusion von Beginn an in allen Lebensbereichen zu ermöglichen und die Stadtgesellschaft daran zu beteiligen. Aus der Sicht von Ursula Frenz bietet sich die Chance mit den aktuellen Entwicklungen und dem Projektschwerpunkt der bagfa den Perspektivenwechsel beim sprichwörtlichen „Geben und Nehmen“ zu unterstützen. Aktiv für Andere zu werden, ist ein Weg zur gleichberechtigten Teilhabe an der Gemeinschaft. Es bietet Menschen mit Behinderungen eine Chance, die Gesellschaft mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen.

Wolfram Giese

Portraitfoto Wolfram Giese

Wolfram Giese arbeitet als Referent im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in Berlin, dort im Referat Va 5, das als Focal Point (Nationale Anlaufstelle) die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) für Deutschland koordiniert und für den Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-BRK (NAP) federführend verantwortlich ist. Tätigkeitsschwerpunkt des Volljuristen aus dem niedersächsischen Osnabrück  ist die Bearbeitung rechtlicher Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung und Umsetzung der UN-BRK. Aktuell arbeitet er unter anderem bei der Nachbereitung des Staatenprüfungsverfahrens Deutschlands vor dem UN-Ausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen mit und unterstützt den  Prozess der Weiterentwicklung des NAP. Die fachliche Betreuung verschiedener vom BMAS finanzierter Inklusionsprojekte insbesondere im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit Behinderungen (u.a. „Forum Inklusive Gesellschaft“ des BBE) fallen ebenfalls in Wolfram Gieses Aufgabenbereich. Kommunalpolitik, Stadtentwicklungs- und Behindertenpolitik haben einen hohen Stellenwert in Wolfram Gieses Leben, da wird die Zeit für seine Theater-, Kabarett- und Fremdsprachenleidenschaft manchmal knapp – besonders wenn ihn auch noch die Reiselust packt. Gerne unterstützt Wolfram Giese mit seinem Fachwissen und auch seinen persönlichen Erfahrungen als freiwillig Engagierter und Nutzer eines Rollstuhls die Ziele des bagfa-Projektes: „Eine inklusive und demokratische Gesellschaft lebt davon, dass Menschen mit ebenso wie Menschen ohne Behinderungen diese Gesellschaft mit ihren jeweiligen Potentialen durch ihr bürgerschaftliches Engagement bereichern. Damit dies auch für Menschen mit Behinderungen nicht nur möglich, sondern selbstverständlich wird, müssen die Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden – so wie es die UN-BRK fordert. Damit dies gelingt, ist die staatliche Ebene gefragt aber auch die Zivilgesellschaft selbst. Deshalb ist es so wichtig, Freiwilligenagenturen als Multiplikatoren für Projekte und Engagementmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung in gemeinnützigen Organisationen vor Ort weiter zu entwickeln.“

Adina Hermann

Portraitfoto von Adina Hermann

Adina Hermann studierte in Hamburg Kommunikationsdesign und Art Direction, bevor sie 2012 als Grafikerin beim SOZIALHELDEN e.V. anheuerte. Die Sozialhelden entwickeln seit über 10 Jahren gemeinsam kreative Projekte, um Menschen für gesellschaftliche Probleme zu sensibilisieren. Dabei stehen die Belange von Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt. Die Sozialhelden initiierten unter anderen die Projekte Pfandtastisch-helfen.de, Broken-Lifts.org, Leidmedien.de und Wheelmap.org – Die Onlinekarte für rollstuhlgerechte Orte. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen setzt sie sich auf vielen Ebenen für eine inklusive Gesellschaft ein. „Kommunikationsdesign ist ein wichtiger Aspekt der Sensibilisierung und Aufklärungsarbeit. Gutes Design sorgt dafür, dass eine wichtige Botschaft auch ankommt.“ Die Arbeit der Sozialhelden unterstützt Sie aber nicht nur mit ihren fachlichen Kompetenzen als Grafikerin und Kommunikationsdesignerin, sondern auch mit ihren persönlichen Erfahrungen als Rollstuhlfahrerin. „Inklusion muss Alltag werden“, findet sie. „Das geht aber nur, wenn ein gemeinsames Miteinander in allen Bereichen des Lebens stattfindet. Den Wert von Vielfalt kann nur schätzen, wer sie selbst erlebt hat. Darum unterstütze ich das Inklusionsprojekt der bagfa aus voller Überzeugung.“

Hubert Hüppe, MdB

Portraitfoto von Hubert Hüppe

Im 18. Deutschen Bundestag ist Hubert Hüppe, MdB, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Als Berichterstatter betreut er im Gesundheitsausschuss die Themen Medizinethik, Biotechnologie, Klinische Prüfungen, Gendiagnostik und Gentechnik. Hubert Hüppe bekleidete das Ehrenamt des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen vom 01.01.2010 bis 16.01.2014, von 2002 bis 2009 war er zudem behindertenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Neben seiner politischen Arbeit in Bundestag, Wahlkreis und Partei engagiert Hubert Hüppe sich auch ehrenamtlich. So ist er seit vielen Jahren kooptiertes Mitglied im Bundesvorstand der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V., Vizepräsident im Präsidium von Special Olympics Deutschland, Mitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V..Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft ist ein Menschenrecht. Deswegen war und ist Leitbild seiner behindertenpolitischen Arbeit die Verwirklichung von Inklusion – des selbstverständlichen Zusammenlebens von Menschen mit und ohne Behinderung. Menschen mit und ohne Behinderung sollen gemeinsam leben, spielen, lernen, arbeiten und wohnen. Diese klare Haltung bringt Hubert Hüppe auch als Mitglied des Beirates in die Arbeit der bagfa mit ein. Sein Wahlspruch ist „Wer Inklusion will, sucht Wege, wer sie nicht will, sucht Begründungen.

Prof. Dr. Swantje Köbsell

Portraitfoto Prof. Dr. Swantje Köbsell

Frau Prof. Dr. Swantje Köbsell hat seit 2014 die Professur für Disability Studies an der Alice Salomon Hochschule in Berlin inne. Anliegen der Disability Studies ist, ein neues Denken über Behinderung – nicht „tragisches Schicksal“ sondern gesellschaftliche Konstruktion, die verändert werden kann – auch wissenschaftlich zu verankern. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Disability Studies in intersektionaler Perspektive sowie Eugenik und Bioethik im Hinblick auf ihre Bedeutung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Sie ist Koordinatorin der Arbeitsgemeinschaft Disability Studies in Deutschland. Die Ziele der Arbeitsgemeinschaft, in der sich behinderte Aktivist_innen und Wissenschaftler_innen zusammengeschlossen haben, sind die Weiterentwicklung, Verbreitung und Etablierung der Disability Studies in Deutschland sowie Information und Austausch. Vor ihrem Ruf nach Berlin arbeitete die Behindertenpädagogin langjährig in Bremen an der Universität im Bereich „Inklusive Pädagogik“ sowie in unterschiedlichen Projekten. Sie ist langjährige Aktivistin der politischen Behindertenbewegung und hat sowohl die Beratungsstelle „Selbstbestimmt Leben“ als auch die Assistenzgenossenschaft in Bremen mitgegründet. Im Rahmen einer mehrjährigen Tätigkeit beim Sozialen Friedensdienst in Bremen konnte sie einerseits Einblicke in die Arbeit einer Freiwilligenagentur gewinnen aber auch mitbekommen, mit welchen Problemen Menschen mit Beeinträchtigungen, die z.B. ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren wollen, zu kämpfen haben. Frau Köbsell gehört dem wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für die Erstellung des Teilhabeberichtes der Bundesregierung sowie dem des Instituts für Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) an. Das Institut sieht seine Aufgabe darin, die Perspektive von Menschen mit Behinderung und chronischer Krankheit in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft nachhaltig zu verankern. Traditionell werden behinderte Menschen im Kontext bürgerschaftlichen Engagements als diejenigen gesehen, denen geholfen werden muss. Es ist höchste Zeit, dass sich diese Einschätzung verändert und die Gesellschaft auch in der Hinsicht inklusiver wird, als dass das bürgerschaftliche Engagement ALLER zur Selbstverständlichkeit wird – daran möchte Frau Köbsell mit ihrer Mitgliedschaft im Beirat mitwirken.

Volker Langguth-Wasem

Portraitfoto von -Volker Langguth-Wasem

Volker Langguth-Wasem ist Bundesvorsitzender der BAG SELBSTHILFE. Der Goldschmied und Sozialarbeiter ist verheiratet und war bis 1998 erster hauptamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Frankfurt am Main. Seit 1998 ist er erwerbsunfähig und Rentner. Er vertritt die BAG SELBSTHILFE unter anderem im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) und im Vorstand der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR). Volker Langguth-Wasem ist wegen einer Achondroplasie von Geburt an kleinwüchsig. Teilhabe, Gleichstellung und Selbstbestimmung behinderter und chronisch kranker Menschen stehen im Mittelpunkt der Arbeit von Volker Languth-Wasem. Und deshalb setzt er sich vor allem dafür ein, die Umsetzung des Bundesgleichstellungsgesetzes und der Landesgleichstellungsgesetze voranzutreiben. „Inklusion überall in der gesamten Zivilgesellschaft – dafür engagiere ich mich als selbst Betroffener immer“, erläutert Volker Langguth-Wasem seine Motivation, das bagfa-Projekt durch seine Beiratstätigkeit zu unterstützen.

Hans Lucas

Portraitfoto von Hans Lucas

Hans Lucas ist der 2. Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (bagfa) e.V. Der Diplompädagoge beschreibt seinen beruflichen Werdegang als geprägt von zwei Arbeitsfeldern. Von 1991 – 2003 arbeitete er als Altenhilfeplaner im Kreis Offenbach und von 2003 bis heute koordiniert er die in Freiwilligenarbeit im Kreis Offenbach. Neben der beruflichen Arbeit ist er neben der Vorstandsarbeit bei der bagfa ehrenamtlich auch auf der lokalen und der Landesebene aktiv: das Freiwilligenzentrum Offenbach e.V. und die Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen (lagfa) Hessen e.V. unterstützt er durch seine Mitgliedschaft in den Vorstandständen. Das Thema Inklusion hat Hans Lucas in seinem gesamten Berufsleben begleitet und ist für ihn eine Herzensangelegenheit. Er freut sich, durch seine Mitgliedschaft im Beirat des Inklusionsprojektes einen Beitrag auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft leisten zu können.

Ottmar Miles-Paul

Potraitfoto von Ottmar Miles-Paul

Ottmar Miles-Paul engagiert sich schon seit Mitte der 80er Jahre für die Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen in verschiedenen Funktionen. So arbeitete er beispielsweise in den 90er Jahren Bundesgeschäftsführer des Behindertenverbandes Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und war von 2008 bis 2012 Landesbehindertenbeauftragter von Rheinland-Pfalz. Als Mensch mit einer Sehbehinderung, einer leichten Hörbehinderung und anderen Einschränkungen ist ihm die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und die damit verbundene Inklusion besonders wichtig. Um dies auch im ehrenamtlichen Bereich sicher zu stellen, engagiert er sich in diesem Beirat. Dem heute als Publizist und Projektmanager Tätigen geht es nicht nur um Teilhabe, sondern auch um die Möglichkeit der Teilgabe, also dass behinderte Menschen selbst einen Beitrag für die Gesellschaft leisten können.

Dr. Nicole D. Schmidt

Portraitfoto von Dr. Nicole Schmidt

Nicole D. Schmidt leitet als Referentin für Teilhabe und Inklusion das Projekt „engagiert plus inklusiv“ beim PARITÄTISCHEN Hamburg. Von 2005 bis 2011 war sie geschäftsführendes Vorstandsmitglied bei mittenmang Schleswig-Holstein e.V. Dem ehrenamtlichen Vorstand von mittenmang SH e.V. gehört sie weiterhin an. Thema von mittenmang war und ist die Möglichkeit des bürgerschaftlichen Engagements von Menschen mit (und ohne) Behinderungen. Mittenmang hat seit 2005 im Sinne der Inklusion gearbeitet, d.h. Konzept, Strukturen und konkrete Handlungschancen für behinderte oder teilhabegeminderte Personen geschaffen, die ein eigenes Engagement verwirklichen wollen. Menschen mit Behinderung/ Beeinträchtigungen finden meist immer noch Engagementbarrieren vor. Grundsätzlich geht Nicole D. Schmidt davon aus, dass das Recht auf ein Engagement allen Menschen zusteht und dass es ein bürgerliches Grundrecht ist. Sie fordert einen grundsätzlichen Anspruch für Menschen mit Behinderung auf unterstützende Leistungen und Hilfen, um dieses Recht auch wahrnehmen zu können. „Ich freue mich, dass das Thema inklusives Engagement im Laufe der letzten 10 Jahre den Weg vom Norden Schleswig-Holsteins bis auf die Bundesebene ins Sozialministerium und die Organisationen des bürgerschaftlichen Engagements im Bund wie die bagfa und das BBE genommen hat und nun engagiert durchgesetzt werden soll“.

Michael Wahl

Michael Wahl

Michael Wahl ist Referatsleiter des Referates für Inklusion und Barrierefreiheit im Landessozialministerium Rheinland-Pfalz. Das Referat ist auch focal point für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Rheinland-Pfalz und hat in dieser Funktion den ersten Aktionsplan zur Umsetzung der Konvention in Deutschland in 2010 verfasst und in 2015 fortgeschrieben.

Die politische Vernetzung von Akteuren und praktische Umsetzung von Maßnahmen im Sinne der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen ist neben dem Beruf auch ein persönliches Anliegen von Michael Wahl, der seit seiner Studienzeit (MA Politikwissenschaften und MA Gesundheitsmanagement) als Journalist über die Themen Inklusion und Barrierefreiheit berichtet. Das Engagement von Menschen mit und ohne Behinderungen für eine gemeinsame Sache ist ein wichtiger Katalysator für die Umsetzung des Inklusionsgedankens in Deutschland. Denn das Ehrenamt schafft vielfältige Begegnungsmöglichkeiten und Räume für gemeinsame Erfahrungen. Inklusion politisch zu denken und umzusetzen, bedeutet Inklusion in der politischen Bildung und alltäglichen Erfahrung jedes und jeder Einzelnen Wirklichkeit werden zu lassen: Es geht darum, das Fremde beim Gegenüber kennen und schätzen zu lernen. Dabei ist es entscheidend, die Potenziale aller Beteiligten in den Mittelpunkt zu stellen und für alle gewinnbringend einzusetzen. Dies konnte Michael Wahl während seines Volontariats bei der Bundeszentrale für politische Bildung erfahren und erlebt dies als Blinder jeden Tag.

„Das bagfa-Projekt zur Stärkung der Inklusion in den Freiwilligenagenturen ist für den lebendigen und lebensnahen Inklusionsprozess in Deutschland von großer Bedeutung, da es in diesem Umfeld viele Begegnungsräume und offene Experimentierflächen gibt. Dabei ist Inklusion sehr breit zu verstehen und sollte Pate für eine vielfältige und von Diversität geprägte Gesellschaft stehen, die Deutschland als Gesellschaft im demografischen Wandel, als Einwanderungsland und als Unterzeichnerstaat der UN-Behindertenrechtskonvention dringend benötigt. Freiwilliges Engagement und Ehrenamt können hier Vorbilder für Inklusion, Vielfalt, Gemeinschaft und Barrierefreiheit für jeden und jede im eigenen Sozialraum aufzeigen, die dann für andere Orte, Settings und Zusammenhänge fruchtbar gemacht werden können.“

Alexander Westheide 

Portraitfoto von Alexander Westheide

Alexander Westheide ist als Leiter der Stabsstelle Strategie und Kooperationen der Aktion Mensch für die Themenentwicklung, die Weiterentwicklung der Aufklärungsstrategie und die Steuerung der Kooperationen der Soziallotterie verantwortlich. Zuvor hat er die Aufklärungskampagnen der Aktion Mensch verantwortet. Vor seiner Tätigkeit für die Aktion Mensch betreute der Diplomkaufmann als selbstständiger Berater unterschiedliche Kampagnen und Online-Marketing Projekte für Unternehmen und Non-Profit-Organisationen und beriet Unternehmen zu Mobile- und Online-Marketing- Fragen. Zudem verantwortete er den Marketing Bereich eines WebTV-Dienstleisters und den Online-Marketing Bereich eines Musikverlages. „Bürgerschaftliches Engagement nicht nur für, sondern auch von Menschen mit Behinderung ist ein unentbehrlicher Sockel für unsere Gesellschaft. Allerdings gibt es noch viel Entwicklungspotential in Richtung Inklusion: Wie in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen geht es auch hier darum, die richtigen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen zu schaffen. Wir brauchen Regelstrukturen im bürgerschaftlichen Engagement, die diesen Prozess moderieren, wir müssen Assistenz- und Unterstützungsbedarfe organisieren und wir müssen die Barrieren in den Köpfen abbauen, damit Inklusion gelingen kann. Das Pilotprojekt der bagfa wird hierzu einen wichtigen Beitrag leisten.“