2. Analyse im bagfa-Inklusionsprojekt erschienen: Lust auf Verschiedenheit international

Titelbild der bagfa-Analyse

Am 3. Dezember jedes Jahres ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung. Ein Bewusstsein für die Würde, die Rechte und die immer noch bestehenden Benachteiligungen für Menschen mit Behinderungen stehen an diesem Gedenk- und Aktionstag besonders im Mittelpunkt.
Ein guter Grund, sich auch im Themenfeld Engagement und Inklusion innerhalb und außerhalb Europas einmal umzusehen: „Lust auf Verschiedenheit international – Freiwilliges Engagement und Inklusion“ – die gemeinsam mit dem Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE) verfasste bagfa-Analyse beschreibt inklusive Ansätze aus aller Welt und ihrem Nutzen für die Debatte um Inklusion in Deutschland.
Ein zentrales Ergebnis der Analyse: Inklusion im Engagement hat dort am meisten Fortschritte erzielt, wo staatlicherseits gesetzliche Rahmenbedingungen und gezielte Förderanreize geschaffen wurden und Inklusion eher als Lebensgefühl mit einem umfassenden gesellschaftlichen Gewinn und nicht als mühevolle Anstrengung betrachtet wird.
In Deutschland gibt es keinen Mangel an inklusiven Leitbildern und Organisationszielsetzungen, Konzepten und Handreichungen für das freiwillige Engagement von Menschen mit Behinderungen. Gerade im Vergleich mit den Vereinigten Staaten und mit Kanada wird in der Analyse aber deutlich, dass nur wenige Organisationen identifiziert werden können, die außerhalb von einzelnen befristeten Modellvorhaben Menschen mit Behinderungen als Freiwillige in ihre alltägliche Arbeit integrieren.
Manchmal könnte diese Selbstverständlichkeit des Mitdenkens von Menschen mit Behinderungen sicher schon über pragmatische Finanzierungslösungen für bauliche Veränderungen oder Assistenz gewährleistet werden, wie es das Beispiel Großbritanniens zeigt.
Der Blick auf „Alltag anderswo“ zeigt nicht nur in diesem Beispiel das Potenzial auf, das darin steckt, Gewohntes zu hinterfragen und gibt Anreize, internationale Ansätze und Ideen in „deutsche Praxis“ zu übersetzen, denn: Inklusion als Lebensgefühl zu betrachten, dazu können gerade auch die zivilgesellschaftlichen Organisationen beitragen.

Der Blick auf „Alltag anderswo“ zeigt nicht nur in diesem Beispiel das Potenzial auf, das darin steckt, Gewohntes zu hinterfragen und gibt Anreize, internationale Ansätze und Ideen in „deutsche Praxis“ zu übersetzen, denn: Inklusion als Lebensgefühl zu betrachten, dazu können gerade auch die zivilgesellschaftlichen Organisationen beitragen.